
Guten Morgen in trügerischer Sicherheit 🙂
Heute Nacht hat es noch einmal richtig geschüttet aber ich glaube so ab 2 Uhr war es dann vorbei. Zumindest regnete es da nicht mehr und ich wurde auch nicht noch mal geweckt. Weder von der spät zu ihrem halb abgedeckten Zelt kommenden Nachbarn noch von prasselndem Regen auf meinem Zelt. Die Nachbarn haben dann anscheinend ohne Überzelt die Nacht verbracht.
Ich habe dann heute morgen erst mal den Strampler und die Airbagweste zum trocknen in die Sonne gehangen und daß Zelt von außen von den Tropfen befreit. Es trocknet jetzt ein wenig vor sich hin. Ich sitze aktuell geduscht bei einem Kaffee im Aufenthaltsraum und habe für die nächsten zwei Nächte einen Platz gebucht. Ja zwei Nächte. Ich habe deshalb auch auf den Ausweichplatz gewechselt. Der hat zwar nicht so eine schöne Lage und ist bestimmt mehr besucht, aber er bietet mehr Möglichkeiten, wenn es regnet. Und es soll wieder Regen geben. Außerdem könnte ich dann sogar alles schaffen, was ich mir in der Gegend anschauen wollte. Wir werden sehen.
Ich ticker gleich mal die Route in das Navi und will mal gucken, ob ich hier vllt in der Nähe noch mal ein lecker irisches Breakfast bekommen kann. Dann wird abgebaut und sich auf den Weg gemacht. Unterwegs muß ich dann noch beim Platz in Erfahrung bringen, bis wann man anreisen kann. Also dann, ich wünsch euch allen einen schönen Tag.
Bis später…
Nach einem kurzen Gespräch mit einer Schottin (Reisezeitempfehlung Schottland Mai, Westküste) in der Camperküche wollte ich meine Sachen packen. Meine Nachbarn waren inzwischen wach und ich kam mit dem Iren ins Gespräch. Er hat vor 15 Monaten einen Landrover gekauft und fährt jetzt damit durch Irland. Er bleibt dort, wo es ihm gefällt. Wenn er Geld benötigt, arbeitet er als Koch und ansonsten genießt er sein Leben. Auch was schönes. Er hat dafür meine Art zu reise toll gefunden. Naja, beide haben was. Ich habs dann aber auch irgendwann los geschafft. Glaub es war so gegen 10Uhr und bin am ersten Punkt vorbei gefahren da man dort nicht gut halten konnte. Dafür bleibe ich wohl am zweiten Halt der Reise für immer.

Also denn, habt ein schönes Leben…
Ok erwischt, ich bin dann doch schweren Herzens weiter gefahren. Der nächste Halt Kilclooney Dolmen ergab sich mir nicht. Ich hätte auf Privatgelände gemußt. Bin dann also dran vorbei.
Zwischenzeitlich habe ich auch wieder mein Regenoutfit übergeworfen. Es kamen zwar erst mal nur ein paar Tropfen aber später qurde es dann doch mal etwas mehr. Vielleicht hätte ich es auch komplett lassen können, aber man kann hier leider nicht immer spontan stehen bleiben zum Anziehen. Also nutzt man die Gunst der Stunde.
Nächster Halt war dann Bád Eddi. Ich weiß nicht, was es damit auf sich hat, aber sieht schon ein bissl abenteurlich aus.


Auf dem Weg zum nächsten Punkt hielt ich tatsächlich mal wieder spontan an. Die Küstenstraße ist aber auch zu schön.


Gut, das Wetter ist vllt nicht das sonnigste heute, aber es sah trotzdem cool aus. Auch sonst war es heute etwas weniger ereignisreich. Obwohl am letzten geplanten Stopp gab es gerade ein irisches Livekonzert in Doe Castle. Dadurch konnte man leider nicht alles in Ruhe inspizieren. Naja, aber war schon ganz nett. Nur ich wollte halt lieber das Gebäude angucken.




Wann genau diese Burg gebaut wurde und von wem, ist nicht bekannt aber die erste Erwähnung ist 1544 als die McSweenys hier residierten. Diese waren Engländer die aber für die O’Donnells kämpften. Schon wieder eine Verbindung in Irland. Diesmal zum gestrigen Tag auf Donegal Castle.
Bei der Weiterfahrt bekam ich noch mal einen Blick von der anderen Seite auf die Burg.

Und schlußendlich kam ich dann beim Campingplatz an und wurde zu meinem Platz gebracht. Kurze Einweisung, was ich wo finde znd natürlich bekam ich auch einen Tip, wo ich was gutes zu Essen bekomme.
Während ich also meinen Platz inspizierte wie und wo ich mein Zelt aufstellen möchte, legte Ruby sich schon mal hin. Natürlich mit dem ganzen Gepäck. Das zuppelte ich erst mal runter und half ihr dann wieder auf die Räder um sie anschließend besser zu platzieren. Schließlich wollten wir ja noch Essen fahren. Dann konnte ich endlich das Zelt aufbauen. Entgegen aller Prognosen, blieb es trocken und morgen soll es auch nicht mehr so schlimm sein. Schaun wir mal.

Und dann ging es zum Essen. Wieder einmal was anderes und auch wieder sehr lecker.
Zurück zum Campingplatz erinnerte mich an der Rückweg vom Nordkapp. Genauso eine Nebelsuppe und so sieht es auch aktuell vor meinem Zelt aus.



Aktuell sehe ich noch den Weg und die Laterne, dahinter lauert das Nichts. Falls ihr also morgen nichts mehr von mir hört, sucht mich bei Atreju und Fuchur. Habt einen schönen Abend.
So long…
dLzG