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Sieht nur grad nicht so schön aus.
17.05.2024 das Ende ist da

Das Ende des Wild Atlantic Way. Meine Fahrt geht noch weiter. Als nächstes geht es rüber nach Nordirland, wenn ich  das Nichts durchdrungen kann.

Es ist jetzt 7:30 und ich pack mal meine Sachen. Kaffee gibt es dann an der Tanke da die Luft draußen sehr feucht iat und es hier kein Camper Kitchen gibt. Aber Duschen die auf anhieb warm sind. Ist ja auch mal was und bei dem Preis das Mindeste, was man verlangen kann. Egal, jetzt pack ma’s also ich und zwar ein 😉

Bis später…

Gegen 9Uhr stürzte ich mich in die sämige Suppe. Regelmäßiges Visierputzen half etwas mehr an Sicht zu bekommen. Naja bis es immer höher ging und ich mich fragte, ob ich vllt am Nordkapp wieder herauskomme. Aber dann erreichte ich mein erstes Ziel des Tages: Magilligan Point View

Der Wind trieb hier die Wolken vor sich her, aber besser wurde die Sicht dadurch nicht. Also fuhr ich zum nächsten Punkt. Und die Sonne kam heraus und dann offenbahrte sich mir der Anblick, der von oben bestimmt zu einem längeren Verweilen eingeladen hätte.

Nordirland. Der Turm ist dort das erste Ziel. Vllt kann ich mir selber zuwinken wenn ich schnell genug bin.

Aber Greencastle das Anglo Norman Fort war leider nicht von nahem zu betrachten. Der Chef persönlich war auf Patrolie.

Also fuhr ich weiter um 200m später anzuhalten und den Swarowski auszuziehen. Sonst wäre ich bei der Sonne im eigenen Saft gegart worden. Dabei entdeckte ich endlich eine Möglichkeit, einen Kaffee zu bekommen. Nagut es ist ein Cappucchino und ein Scone. Dachte mir, ich probier mal einen. Ne Scheibe Käse hatte da gut zu gepasst. So genoss ich mein Frühstück bei herlichem Sonnenschein und die Krähen erwarteten anscheinend, das für sie was abfiele. Falsch gedacht. Zwischenzeitlich machte ich mir dann doch kurz Gedanken, da sie ihre Schnäbel wetzten aber nun haben sie sich getrollt. Und ich werde gleich das gleiche tun, bevor i h hier von der Sonne gebraten werde.

Bis später…

Tadaaaa da bin ich. Auf der anderen Seite beim Martello Tower bzw am Magillian Point den ich von oben nicht sehen konnt. Während ich am Wasser entlang fuhr kam das Schild für das Ende des Wild Atlantic Way. Ivh weiß nicht, ob es ein Grenzschild gab aber als ich die angegebenen 40 fuhr, wurde ich plötzlich überholt. 20 brauchte ich zum Glück nicht fahren, denn es blinkte keine Licht an der Anzeige. Moment mal, da war doch was. Ein Blick aufs Navi verriet mir, nicht der Überholende hatte es eilig, naja vllt auch, aber ich war ein Trödler, ein Sonntagsfahrer am Freitag. Ups, hier fährt man ja Miles per Hour 🙂

Solange ich keine Möglichkeit zum Anhalten hatte, fuhr ich i. Strom mit, bzw nutzte das Navi. Aber war schon seltsam. Beim Stopp hatte ich sogar Glück, daß es da auch noch einen ATM gab. Also flux noch ein paar Pfund Organisiert. Nur ein bissl. Bleibe ja nicht lang, aber so bin ich flexibel und kann mir auch mit Bargeld nen Cappucchino oder andere Leckereien holen. Gesagt getan und bekam nen 5er zurück der echt schmuck aussieht.

Nun gut ich genieß noch etwas und dann geht es weiter zum Highhlight des Tages. Genügend Zeit dafür sollte sein. Es ist jetzt 12:45. Und ich werde auf jeden Fall anderes Schuhwerk nachher anziehen denn es darf wieder jede Menge erlaufen werden 😀

Später dann mehr…

Da hab ich doch noch mal ein halbstündiges Schwätzchen gehalten. Ein Brite der 5 Jahre in Deutschland stationiert war hatte mich angesprochen. Wir unterhielten uns ein bissl, was noch so meine Pläne sind, er gab mir den ein oder anderen Tip umd erzählte ein wenig von seinem Leben und Plänen. Netter Mensch. Ok sind sie hier eigentlich alle die ich bisher traf. Dann ging es weiter zum Tagesziel. Und es wurde wieder neblig. Aber ein trockener Nebel, nicht so nass wie heute morgen. Und passendes Wetter, für das Ambiente: Downhill Demesne

The vast mansion
Mussenden Temple
Mausoleum
Belvedere
Lions Gate

Dieses Gelände gehörte einmal dem Erzbischof Frederik Hervey und Baubeginn des ersten Gebäudes (die Mansion) war 1775.

Nachdem ich ein zwei Stündchen durch die große Anlage scharwenzelt bin fuhr ich zum Campingplatz. Hier hieß es erst mal wieder telefonieren. Aber superfreundlich wurde ich eingewiesen und sie wäre in 30 Minuten da und findet mich. Ich solle mir in der Zwischenzeit ein Plätzchen suchen.

Gesagt gesucht und verquatscht. Ein deutschsprachiges Radfahrerpärchen war gerade am Aufbauen. Sie sind seit 2,5 Jahren in Europa mit dem Fahrrad unterwegs. Eigentlich waren sie schon wieder unterwegs und wollten sich die Giant Causeway angucken, aber das Wetter war zu schlecht und sie beschlossen zurückzukommen und es morgen, oder einem besseren Tag zu probieren. Für mich stehen die Morgen auf dem Plan, aber motorisiert ist es auch einfacher mal nachzugucken als wenn man sich aus eigener Muskelkraft fortbewegt um dann festzustellen, daß man umsonst hinfuhr.

Dann kam auch die Dame vom Telefon und fand mich. Wir klärten die Formalitäten und ich bekam noch eine Empfehlung für den Abend. Nachdem ich das mal wieder pitschnasse Außenzelt zum trocknen in den Wind gestellt hatte, versuchte ich noch einen kleinen Wetterschutz dazu zu basteln. Naja, hat nicht funktioniert. Aber irgendwie werde ich es schon schaffen, den Kocher in Gang zu bringen.

Sry essen kam und man muß Prioritäten setzen.

War lecker umd die extra Rumde durch Portrush wert. Habe nicht gleich nen Parkplatz gefunden und die haben da ein Einbahnstraßensystem, welches einen wieder auf Anfang setzt, ohne die 4000 Mark einzustreichen. Naja, anschließend ging es zurück zum Zeltplatz und jetzt weht noch kurz die Wäsche im Wind. Mal schauen, wieweit sie bis zum Pennen trocknet. Werde sie auf jeden Fall nicht bei dem Wind in der Nacht hängen lassen. Der Tee zieht auch gerade und das Navihandy hängt im Utility Room am Strom. Ist offiziell erlaubt worden 🙂 ich mags hier, auch ohne Wasserkocher. Der Reitstall nebenan hat auch Enten, freilaufende Hühner und nen Pfau habe ich heute auch schon gesehen. Nur die Katze war mir a bissl aufdringlich. Die wollte doch glatt mein Zelt inspizieren. Aber war schon besetzt und ich bat sie bitte weiterzuziehen. Und während das Nichts mich langsam umfängt lasse ich den Abend mit einem Teechen ausklingen. Habt eine ruhige Nacht.

So long…

dLzG